doku brückenmatte

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Siedlungsmodell


Die Überbauung Brückenmatte umfasst vier Wohngebäude und befindet sich in Susten, einem zerstreuten Siedlungsgebiet im Walliser Rhonetal. Der Ort bildet zusammen mit Leuk-Stadt – auf der anderen Seite der Rhone am Sonnenhang gelegen – und dem Bergdorf Erschmatt (Fusion 2013) sowie einigen Weilern die politische Gemeinde Leuk mit insgesamt gegen 4000 Einwohnern.

Seit einigen Jahren entwickelt sich Susten zum attraktiven Wohngebiet. Mit den mehrmals stündlich verkehrenden Zügen gelangt man in zehn bis zwanzig Minuten in die Bildungs- und Wirtschaftszentren Visp, Brig, Siders/Sierre und Sion/Sitten. Es gibt einen Autobahnanschluss an die A9 (Teilstrecke Susten-Gampel/Steg seit Ende November 2016 offen). Die Einkaufsmöglichkeiten sind komfortabel (Supermärkte, Bäcker, Metzger etc.), das 2014 eröffnete Sport- und Kulturzentrum SOSTA beim SBB-Bahnhof sorgt für Belebung.

Als Mehrgenerationen-Siedlung – auch unter dem Begriff Mix-Siedlung geläufig – bietet die «Brückenmatte» Familien sowie Singles und Paaren unterschiedlichen Alters insgesamt 55 Wohnungen. Sie sind alle nach SIA 500 hindernisfrei gebaut und mehrheitlich in Miete verfügbar. Vier Gemeinschaftsräume (eine Cafeteria, eine zwei Wohngebäude verbindende Passerelle, ein Bewegungsraum, ein Mehrzweckraum mit Küche) ermöglichen vielfältige Aktivitäten und sollen den Austausch unter den Bewohnern als auch die Begegnung mit der Gemeindebevölkerung fördern. Begünstigt werden könnte Letztere durch das Sozialmedizinische Zentrum Oberwallis (SMZO) mit Spitex und Sozialberatung sowie die Pro Senectute, die beide in der Siedlung eingemietet sind: Deren Dienste werden von Internen wie Externen in Anspruch genommen.

Anders als beispielsweise in der Genossenschaft Kalkbreite in Zürich wird in der «Brückenmatte» mit dem Projekt Mehrgenerationenwohnen keine visionäre Form des Zusammenlebens erprobt. Die Wohnungsmieter und -käufer müssen nebst den üblichen Eignungskriterien weder weitere Anforderungen erfüllen noch sich explizit bereit erklären, mitzuwirken und das Siedlungsleben mitzugestalten. Ziel ist es, die Bewohner ohne Zwang zu überzeugen, dass sie von einem aktiven Zusammenleben in einer altersmässig und sozial durchmischten Umgebung profitieren können.

Die Burgerschaft Leuk ist Bauherrin der «Brückenmatte» und steht auch hinter der Philosophie von deren Konzept. Stefan Eggo, seit 24 Jahren und noch bis Ende 2016 Burgermeister von Leuk, über die Hintergründe und den Entscheidungsfindungsprozess: