doku brückenmatte

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Professionelles Dienstleistungmanagement

Ein wichtiger Pfeiler im Betriebskonzept für die Mix-Siedlung Brückenmatte ist das Erbringen und Vernetzen von Dienstleistungen. Gemeint sind damit einerseits Angebote im Bereich soziokulturelle Animation. Diese werden inzwischen vom Verein Passerelle organisiert. Der Realisierung harrt noch das Info-Desk, das der Koordination der Nachbarschaftshilfe dienen soll. Angestrebt wird die Installation von Bildschirmen in der Passerelle und der Cafeteria, auf welchen Bewohner der Siedlung und evtl. der Gemeinde ihre Angebote offerieren und kleine Hilfsleistungen (z.B. Blumen giessen während Abwesenheit) nachfragen können.

Verfügbar sind auf der anderen Seite professionelle Dienstleistungen. Dazu gehören an erster Stelle jene des Sozialmedizinischen Zentrums Oberwallis (SMZO), das seinen Leuker-Standort in der «Brückenmatte» eingemietet hat. Sie können nach Bedarf und nach Unterzeichnung einer entsprechenden Dienstleistungsvereinbarung in Anspruch genommen werden und sind kostenpflichtig.

Vom SMZO direkt erbrachte Leistungen betreffen etwa Pflege und Haushalt. Hinzukommt die Organisation von Mahlzeitenlieferung, Fahrdiensten etc. durch externe Anbieter. Erhältlich ist auf Wunsch auch ein Notrufsystem (Telealarm mit rotem Knopf, am Handgelenk oder um den Hals getragen). Der Pikettdienst des SMZO Leuk ist für Kunden zudem rund um die Uhr erreichbar.

Dadurch, dass das SMZO in der «Brückenmatte» angesiedelt ist, profitieren Kunden aus der Siedlung gegenüber anderen Kunden von weiteren Pluspunkten: Während den offiziellen Öffnungszeiten an den Wochentagen ist eine medizinische Fachperson vor Ort und somit im Bedarfsfall schneller zur Stelle. Und weil das SMZO und Bewohner quasi unter einem Dach untergebracht sind, gestaltet sich das Verhältnis zwischen Fachpersonal und Kunden näher und vertrauter, wie das Beispiel von Gerhard Witschard zeigt. Der Pfleger ist am Parkinson-Syndrom erkrankt und wurde in einem Heim für Schwerstbehinderte untergebracht. Dort fühlte er sich nicht adäquat aufgehoben, es ging ihm physisch und psychisch schlecht. Seit er im März 2015 in die «Brückenmatte» zog, ist Gerhard Witschards Lebensfreude zurückgekehrt.


Einen Vorteil für alle Siedlungsbewohner bietet das Dienstleistungsangebot darüber hinaus dank der Abmachung zwischen dem SMZO und dem Siedlungsabwart Ismael Kuonen. Im Rahmen der sozialen Abwartschaft darf er im Notfall angerufen werden, selbst nachts. Er organisiert dann die nötige Hilfe oder kommt selbst vorbei, wie SMZO-Mitarbeiterin Marie-Rose Locher beim Einsatz im Haushalt des Ehepaars Margrit und Urs Wüthrich schildert:

Im gleichen Gebäude wie das SMZO befindet sich die Pro-Senectute-Beratungsstelle Leuk. Dadurch sind die Entscheidungswege zwischen den beiden Stellen, die oft mit den gleichen Kunden zu tun haben, angenehm kurz. Die Kunden aus der Gemeinde und der Siedllung profitieren wiederum davon, dass sie beide Stellen am gleichen Standort erreichen und so Zeit sparen.


Realisierte Angebote s. Grafik auf Fazit