doku brückenmatte

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Fazit


Die multimediale Begleitdokumentation «Film Brückenmatte» war auf zwei Jahre angelegt. Sie sollte die Entwicklung des Betriebs in der Mehrgenerationen-Siedlung Brückenmatte vom Zeitpunkt des Einzugs im April 2014 bis Ende 2016 festhalten. Die auf verschiedenen Faktoren gründenden baulichen Verzögerungen führten jedoch dazu, dass vorerst viele Wohnungen leer blieben und die Umsetzung des Betriebskonzepts nur zögerlich vonstatten gehen konnte. Das Schwergewicht der Dokumentation liegt deshalb auf der intensiven Phase, die auf die eigentliche Siedlungseinweihung im August 2016 folgte.



Noch im frühen Sommer 2016 stellte Brückenmatte-Verwaltungsrat Martin Zumstein selbstkritisch fest, das Projekt der Mehrgenerationen-Überbauung in Leuk-Susten stecke noch in den Startschuhen. Das Ziel, in der Siedlung einen lebendigen Betrieb aufzuziehen, sei bei Weitem noch nicht erreicht.

Ab der in den August 2016 geschobenen Einweihung der Anlage und der Cafeteria kam jedoch Schwung in die Sache. Dies obwohl die lange Durststrecke den Beteiligten – allen voran dem für die Realisierung des Betriebskonzepts verantwortlichen Brückenmatte-Verwaltungsrat Dieter Müller – viel Energie gekostet und die Anfangsbegeisterung gelitten hatte. Doch nun zeigt sich: Das Herzblut, mit dem Dieter Müller das Projekt verfolgt, ist glücklicherweise nicht versiegt.


Martin Zumstein ist ebenfalls guten Mutes und optimistisch, dass die Siedlung zu einem Ort der Begegnung wird. Er ist sich aber bewusst, dass man sich nach den ersten Erfolgen jetzt nicht einfach zurücklehnen kann.


Weiterhin Rückhalt gibt es von Seiten der Burgerschaft. Sie ist gewillt, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen und sieht das nicht zuletzt auch als sozialen Beitrag für die Gemeinschaft.

Angebot

Stand 11/2016


Nach der offiziellen Einweihungsfeier fanden in rascher Abfolge verschiedene Anlässe statt. Das in der Siedlung domizilierte Sozialmedizinische Zentrum (Spitex) stellte den Bewohnern seine Dienstleistungen vor. In der Cafeteria fand ein Tag der Unterstützung der pflegenden Angehörigen statt, an dem dreissig Interessierte teilnahmen.

Ferner wurden vom neu gegründeten, für den Betrieb von Cafeteria und Gemeinschaftsräumen verantwortlichen Verein Passerelle verschiedene Angebote implementiert – unter anderem, damit auch jüngere Menschen und Kinder aus der Gemeinde den Weg in die «Brückenmatte» finden und diese beleben. Denn noch wohnen in der Siedlung nur wenige Familien. An Mittwoch- und Freitagnachmittag ist die Cafeteria geöffnet: für das Müsi-Träffu für Kleinkinder mit ihren Müttern/Vätern resp. für den Spieltreff für Kinder und Jugendliche. Wobei die Türen immer auch den älteren Generationen offen stehen. Dass sich in der Überbauung etwas tut, findet in Leuk-Susten Beachtung – die Facebook-Seite des Vereins Passerelle konnte bereits nach kurzer Zeit 4000 Besucher verzeichnen.

Weitere Angebote sind in der Pipeline: In der Cafeteria findet im Januar 2017 eine Jazz-Matinée mit Brunch statt, iniitiert und mitorganisiert vom Ehepaar Berthoud (Bewohner und Mitglieder Verein Passerelle). Ab 2017 steht zudem jeden Freitagnachmittag ein Generationen-Treffen mit «Gemeinsam spielen, singen, tanzen, Geschichten erzählen» auf dem Programm, Ende März ein Mittagstisch für jedermann. Es soll zusammen in munterer Runde gerüstet, gekocht, gegessen, und geplaudert werden.

Ein Punkt, der bei Dieter Müller nun noch ganz oben auf der Pendenzenliste steht:


Der Abwart Ismael Kuonen wird für seine Dienste als vielseitiger Handwerker gelobt. Er kommt aber auch als Mensch sehr gut an. Die Bewohner können sich auf seine Hilfe verlassen, sogar bei kleineren Notsituationen. Durch seine aufmerksame Präsenz in der Siedlung wirkt er zudem identitätsstiftend.


Die Idee einer sozialen Abwartschaft in grösseren Mehrgenerationensiedlungen hat Vorbildcharakter. Es wäre denkbar, dass sie sogar die Entwicklung einer erweiterten Ausbildung für Hauswartinnen und Hauswarte anstossen könnte. Diese würde nebst der Vermittlung technischer und administrativer Fähigkeiten auch soziale Skills und Know-how im Bereich Pflege/Nothilfe umfassen.


Dank der Organisation verschiedenster Aktivitäten, die teils auch spontan auf Initiative von Bewohnern zustande kommen, nimmt das Leben in der «Brückenmatte» langsam Form an. Noch ist es ein zartes Pflänzchen. Doch die Menschen, die schon länger in der Siedlung wohnen oder arbeiten, haben sich gut eingelebt und sind zuversichtlich, dass die Voraussetzungen geben sind, damit das Pflänzchen weiter gedeihen kann.