doku brückenmatte

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Cafeteria



Cafeteria in Kürze


50 Sitzplätze, im Sommer auch Aussenplätze
Mittwoch- und Freitagnachmittag öffentlicher Buvettebetrieb in Selbstbedienung
(Spieltreff, Generationentreff), Öffnungszeiten sollen nach und nach ausgebaut werden.

Angebot: Getränke, Glace. Bei speziellen Anlässen auch Fondue, Walliser Teller etc.
Moderate Konsumationspreise (Kaffee CHF 2.80, Glas Wein CHF 3.00, Süssgetränk/5 dl CHF 3.50).
Die Erträge fliessen in die Realisierung von Aktivitäten.

Behinderten-WC und Wickeltisch

Organisation/Betrieb: Verein Passerelle (Dieter Müller/VR Brückenmatte AG,
Siedlungsabwart Ismael Kuonen/verfügt über das Wirtepatent, Bewohner,
ab Januar 2017 Evelyne Pfammatter/Gemeinderätin).

Miete: Die Cafeteria kann auch von Externen für den Eigenbedarf oder die Realisierung
von Angeboten gemietet werden. Gleiches gilt für den Gruppenraum mit Küche und den
Bewegungsraum in der «Brückenmatte» Ist ein Angebot für die Bewohner der Siedlung
unentgeltlich wie derzeit der Tai-Ji-Kurs, entfällt die Raummiete.

Der Verein Passerelle betreibt eine Facebook- und eine Internetseite
www.passerelle-susten.ch

Von Anfang stand die Idee, in der Mehrgenerationen-Siedlung auch eine Cafeteria zu integrieren. In dem von der Burgerschaft Leuk vergebenen Studienauftrag für das Projekt Brückenmatte wurde dieses Thema bereits thematisiert, anschliessend in einem nachgelagerten Workshop vertieft.

Die Cafeteria sollte einerseits einem Buvettebetrieb dienen. Andererseits sah man vor, den Raum samt Infrastruktur den Siedlungsbewohnern für private Familienfeiern und andere Zusammenkünfte zur Verfügung zu stellen. Ebenso Externen für Anlässe wie Vorträge, Versammlungen oder Spielrunden. Bei schönem Wetter sollten zudem Veranstaltungen auf dem der Cafeteria vorgelagerten Siedlungsplatz stattfinden. Ein dort angesiedelter und somit von der Cafeteria aus recht gut einsehbarer Spielplatz würde es ferner ermöglichen, dass interne und externe Cafeteria-Besucher ihre Kinder draussen spielen lassen und dabei im Blickfeld behalten können. Auf diese Weise sollte in der «Brückenmatte» nicht nur für die Bewohner, sondern für die ganze Gemeinde sukzessive ein lebendiger Ort des Miteinanders und der Interaktion entstehen.

Wie viele ländliche Gemeinden war auch Leuk-Susten in den letzten Jahren vom Restaurantsterben betroffen. Just weil dadurch Räumlichkeiten für geselliges Beisammensein rar geworden sind, sahen die Verantwortlichen der Brückenmatte AG eine Chance für die Cafeteria. Denn die neue Lokalität würde es ermöglichen, Gemeinsamkeit auf vielfältige Weise zu pflegen und zudem auch genügend Platz für grössere Anlässe bieten.

Die Einrichtung der Gemeinschaftsräume und der Cafeteria wurde im Wesentlichen mit Hilfe des Projektbeitrags der Age Stiftung (CHF 350‘000) realisiert. Um den Betragsanteil für die Cafeteria möglichst optimal einzusetzen, zog der zuständige Brückenmatte-Verwaltungsrat Dieter Müller eine Walliser Hoteliere bei: Im März 2014 machte sich die Expertin ein Bild vor Ort. Als wertvoll erwiesen sich insbesondere ihre Tipps bezüglich der Gastroausstattung.

Baumängel und Akustikprobleme in der für die Cafeteria vorgesehenen Räumlichkeit, Verzögerungen bei der Erteilung der Betriebsbewilligung sowie bei Vermietung/Verkauf der Wohnungen: Diese Faktoren trugen bei, dass die Cafeteria erst anderthalb Jahre nach dem Einzug der ersten Bewohner eröffnet werden konnte.

Am 20. August 2016 war es soweit: Mit einem Fest für die Bewohner der «Brückenmatte» und der Gemeinde wurde der Gastrobetrieb aufgenommen und gleichzeitig die Siedlung eingeweiht – mit dem Segen des Vikars Daniel Noti und in Anwesenheit der Lokalpresse. Der Burgermeister Stefan Eggo hielt die offizielle Begrüssungsrede und selbstverständlich feierten der Architekt Kurt de Sepibus - welcher auch kurz an das Rednerpult trat - und das Team des Sozialmedizinischen Zentrums mit.

Begutachtet wurden auch die neuen Wohnungen. Manch bislang skeptischer Geist zeigte sich überrascht vom ansprechenden Interieur und wie einladend sich die Cafeteria und der Siedlungsplatz davor präsentieren. An den dort aufgestellten Festtischen sass man denn auch noch eine ganze Weile gemütlich beisammen und genoss Würste und Weisswein, derweil der aufgebotene Handörgler Tony Bitschin «Wir wachsen alle zusammen» intonierte.

Die Einweihungsfeier und die Eröffnung der Cafeteria wirkten als Initialzündung. Etliche Bewohner zeigten von nun an grösseres Interesse, sich einzubringen. Die Siedlung wurde fortan auch von der Bevölkerung der Gemeinde stärker wahrgenommen. Der in der Cafeteria neu lancierte Spiel-/Müsu-Treff und der Generationentreff fanden Anklang.

In den nächsten Monaten sollen nach dem Prinzip Trial and Error (Versuch und Irrtum) weitere Angebote entwickelt werden. Eine besondere Herausforderung dürfte es dabei sein, die Bedürfnisse der verschiedenen Generationen unter einen Hut und die älteren auch mit jüngeren Siedlungsbewohnerinnen und -bewohnern zusammenzubringen.

Um den Betrieb der Cafeteria zu sichern und das Aktivitätenprogramm anzukurbeln, wurde im Herbst 2016 der Verein Passerelle gegründet. Seine Mitglieder – Dieter Müller (SMZO und VR Brückenmatte AG), der Siedlungsabwart Ismael Kuonen, Marlis Andermatten und das Ehepaar Theodor und Verena Bertoud (Bewohner) – treffen sich regelmässig. Zunächst ging es vor allem darum, die Zuständigkeiten zu klären und festzuschreiben. Die Bewohner leisten dieses Engagement aus freien Stücken. Niemand musste sich beim Abschluss des Miet- bzw. Kaufvertrags verpflichten, in einem gewissen Umfang zur Gemeinschaftlichkeit beizutragen. Um den Buvettebetrieb auszuweiten, bräuchte es aber weitere freiwillige Helferinnen und Helfer – oder eine angestellte Person. Denn auch das Pensum Soziale Abwartschaft von Ismael Kuonen würde dazu nicht ausreichen.

Ende 2016 und somit nach vier Monaten Betriebszeit kann die Cafeteria immerhin mit den beiden fixen offenen Nachmittagen und einigen durchgeführten Anlässen Erfolge verbuchen.

Die Einnahmen aus dem Cafeteriabetrieb sowie der Vermietung der Räumlichkeiten werden in weitere Projekte und Angebote investiert. Doch kann die Cafeteria Anbetracht der moderaten Konsumationspreise und Mietgebühren finanziell auf eigenen Beinen stehen? Dazu Burgermeister Stefan Eggo: